Haus für Mutter und Kind, Hergiswil NW

Der Kern unserer Arbeit ist das «Muttersein»

Der kleine Henry ist seiner Mama stets einen Schritt voraus: Seine Mutter Leandra wird im Haus für Mutter und Kind angeleitet, wie sie ihn in seiner Entwicklung unterstützen kann.

Sie soll ihn zum Beispiel am Boden über ihre Beine krabbeln lassen und ihm zeigen, wie er die Treppe rückwärts hinunterkriechen kann. Doch bevor Leandra überhaupt dazu kommt, ihm das zu zeigen, hat Henry es meist schon selbst entdeckt.


Leandra ist 25, Henry ein Jahr alt. Die beiden leben seit einem halben Jahr im Haus für Mutter und Kind. Zuvor waren sie im Frauenhaus, wo die junge Mutter Schutz vor ihrem Ex-Partner suchen musste.


Damit Mutter und Kind sich verstehen
Leandra ist um Vieles froh, das sie im Haus für Mutter und Kind erfahren darf. «Im Laufe des Aufenthalts bekomme ich Antworten auf meine Fragen zu seiner Entwicklung und Ernährung. Ich lerne auch, wie ich mit herausfordernden Situationen umgehen kann.» Dank Unterstützung der Bezugsperson wird Leandras Verständnis für ihr Kind gestärkt: «Ich verstehe jetzt besser, warum Henry weint und wie ich ihm in dieser Situation helfen kann. Während den ersten Monaten waren oft Koliken die Ursache seines Weinens, später ging es mit dem Zahnen los, da sabberte er ständig. Das alles zu wissen und konkrete Unterstützung zu bekommen, ist wirklich sehr hilfreich.»


Die Mutterrolle im Fokus
Wovon Leandra hier erzählt, ist unsere zentrale Aufgabe im Haus für Mutter und Kind: Wir unterstützen und bestärken die Mütter in ihrer Mutterrolle und fördern sie und ihre Kinder individuell. Auch das Netzwerk der kleinen Familien, gesundheitliche Fragen und manchmal sogar die Ausbildung der Mütter finden Platz in der Begleitung. Der Kern unserer Arbeit ist stets das «Muttersein».


Leandra blickt dankbar auf ihre bisherige Zeit im Haus für Mutter und Kind zurück: «Ich habe mich auf das Angebot und die Menschen eingelassen und dadurch wirklich sehr profitiert.»

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